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Studie «Mobilität 2040": Eine Hub-Strategie für eine kombinierte Mobilität

13.08.2021

Die erarbeitete Studie liefert den Denkansatz, wie die Mobilität der Stadt St. Gallen und Umgebung unter Berücksichtigung aller Verkehrsmittel neu konzipiert werden kann. Die TCS Regionalgruppe St. Gallen und Umgebung hat diese Studie zusammen mit dem Gewerbe Stadt St. Gallen, HEV St. Gallen, der Wirtschaft Region St.Gallen / WISG und ERR Raumplaner AG erarbeitet. Diese Studie dient der politischen Diskussion zwischen allen Ansprechpartnern.

Warum eine Studie? Warum kombinierte Mobilität?
Unserer Meinung nach muss das gesamte Mobilitätskonzept der Stadt St.Gallen und Umgebung neu konzipiert werden. Es braucht verschiedene Anreize und ein attraktives und innovatives Angebot, um Menschen hin zu neuen und nachhaltigen Mobilitätsformen zu ziehen. Nicht ideologische-geprägte Ansätze sollen die Mobilität der Zukunft steuern, sondern die Wirksamkeit und Effizienz des jeweiligen Verkehrsmittels muss im Fokus stehen. Heute gehören in der Stadt St. Gallen teils starke Überlastungen der Verkehrsinfrastruktur zur Tagesordnung. Die bestehenden Buslinien sind auf den Hauptbahnhof ausgerichtet und auf die Endhaltestellen getaktet. Für die Stadt St. Gallen ist eine gute Erreichbarkeit über alle Verkehrsträger wichtig, um sich als Wohn- und Arbeitsstandort positiv entwickeln zu können.

Unsere Ziele
Wir möchten mit dieser Studie ein neues Konzept liefern, um die Erreichbarkeit zu erhöhen, die Reisezeiten zu verkürzen, die Effizienz des Verkehrssystem zu steigern, ein multimodales Mobilitätsverhalten zu fördern, die Emissionsbelastung zu vermindern und somit schliesslich die Lebensqualität zu verbessern. Für einen florierenden Wohn- und Wirtschafts-standort ist eine gesamtheitlich funktionierende Verkehrspolitik essenziell.

Wandel der Mobilität und Transportbranche
Die Mobilität und Transportbranche befinden sich im Wandel. Geprägt von diversen Megatrends wie zum Beispiel der Digitalisierung, der Urbanisierung, die Individualisierung, dem demografischen Wandel, dem Klimawandel und dem veränderten Nachhaltigkeitsbewusstsein sind neue Mobilitätsstrategien zu entwickeln, die auf die sich verändernden Verhaltensmuster bei der Verkehrsmittelwahl, wie z.B. auf das multimodale Verkehrsverhalten eingehen.

Unser Konzept - kombinierte Mobilität St. Gallen
Die Topografie der Stadt St. Gallen bietet an, das Verkehrssystem darauf anzupassen. Die Bündelung aller Verkehrsträger an eine starke Längsachse mit einem «Hub-System» ist für das Gesamtverkehrssystem besonders wichtig. Mittels gut verteilten Hubs ist eine Abstimmung aller Verkehrsträger möglich und hat nebenbei noch folgende Vorteile:
-          Bessere Erreichbarkeiten
-          Kürzere Reisezeiten
-          Gute Anschlüsse an den Fern- und Regionalverkehr
-          Attraktive Umsteigemöglichkeiten an den «Hubs»
-          Grössere Flexibilität bei der Verkehrsmittelwahl
-          Verbesserte Veloinfrastruktur (z.B. V-Locker)
-          Mehr Platz für den Aufenthalt und Begegnungen in der Stadt
-          Geringere Emissionen (z.B. Lärm) in der Stadt.

Unsere Strategie - Die Mobilitätshubs
Herzstück unserer Verkehrsstudie bilden die Mobilitätshubs. Sie umfassen eine vielfältige Ausstattung und ein breites Angebot an Mobilitäts- und weiteren Dienstleistungen, wie z.B. Einkauf / Gastronomie oder Service- Angebote für Velos. Mit ihrem Angebot sind sie nicht zu vergleichen mit einem einfachen Park and Rail- Angebot. Die Mobilitätshubs sollen Teil der Stadt und vor allem Teil des Stadtlebens werden. In unserer Studie sind sechs Mobilitätshubs in St.Gallen definiert. Durch die Zusammenlegung der beiden Bahnhöfe Bruggen und Haggen zu einem neuen Doppelbahnhof «Westbahnhof» kann die heute unbefriedigende Anbindung des Innovationsparks Ost verbessert werden. Weitere Hubs sollen an den Bahnhöfen Lustmühle, St.Fiden, Wittenbach und Winkeln entstehen. Die Hubs werden so zu Wirtschaftstreibern und Bausteinen für die Stadtentwicklung.

Studie «Mobilität 2040