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Mehr Mut für die Wirtschaftsregion

15.05.2018

Zum 182. Mal trafen sich die Mitglieder von Gewerbe Stadt St.Gallen zur Generalversammlung im Pfalzkeller. Das Forum Innenstadt ist weiter auf Kurs. Innovative Ideen für die Belebung der Innenstadt sind gefragt. So gilt es sich gegenseitig zu unterstützen, denn die guten Lehrstellen gibt es weiterhin nur in den Fachgeschäften vor Ort. Entspannung soll es bei den Handwerkerparkplätzen in der Innenstadt geben. 58 Handwerkerparkplätze sollen in naher Zukunft entstehen.

An der 182. Generalversammlung im Pfalzkeller begrüsste Präsident Gian Bazzi rund 200 Mitglieder und Gäste. Das Forum Innenstadt wird aktiv von Gewerbe Stadt St.Gallen geprägt und gemeinsam mit den anderen Wirtschaftsverbänden und Parteien der Stadt vorangetrieben. Das Gewerbe ist die Lebensader der Stadt und sichert wertvolle Arbeitsplätze. Deshalb ist es zentral sich auch künftig im Sinne der Mitglieder einzusetzen. Sorgen bereitet die Finanzlage der Stadt St.Gallen. Die Stadt steht vor grossen Herausforderungen und hat einen hohen Investitionsbedarf. Für das laufende Jahr hat die Stadt ein Minus von über 9 Millionen budgetiert. Kurzum: Es braucht Lösungen, wie hier künftig gespart werden kann.

Auch wenn der anhaltende Preis- und Margendruck, der verdrängende Onlinehandel und Auslandshopping spürbare Wirkung zeigen, braucht es gerade jetzt kreativen Ideen. Präsident Gian Bazzi verdeutlicht: «Gute Lehrstellen für Ihre Kinder und Ihren Berufsnachwuchs ergeben sich auch weiterhin nur in den guten Fachgeschäften vor Ort.» Neben der anhaltenden Anzahl von Betriebsschliessungen zeigt sich, dass sich einige neue Betriebe und Verkaufsgeschäfte des Detailhandels oder der Gastronomie in der Stadt St.Gallen niedergelassen und eröffnet haben. Auch im Thema der Handwerkerparkplätze gibt es ein positives Zeichen. So sollen 58 neue Handwerkerparkplätze entstehen. Das macht Mut für die weitere Zeit und spornt an.

Wer ist die Ostschweiz?
Hanspeter Trütsch, ehemaliger Bundeshausredaktor SRF brachte es auf den Punkt: Die Ostschweiz braucht kernige Themen, mehr Mut und Biss um sich auf nationaler Ebene durchzusetzen. Doch wer ist überhaupt die Ostschweiz? Wer gehört dazu und wer nicht? Der Zusammenhalt muss gestärkt werden, um wichtige Fragen miteinander zu klären. Es braucht Mut und vor allem Politiker, die sich trauen auch einmal anzuecken. Gerade der Kanton St.Gallen zeige sich oft als zu angepasst und staatstreu. Im Parlament sässen zu viele Juristen und Beamte und zu wenig Gewerbetreibende. Bei der heutigen Parteienlandschaft gebe es immer wieder unheilige Allianzen zwischen links und rechts, die jede Lösung verhinderten. Die Erreichbarkeit ist beispielsweise ein zentrales Thema, bei dem die St.Galler den Anschluss nicht verpassen dürfen. Für die Realisierung der Projekte brauche es mehr Geschwindigkeit und Druck, damit sie in naher Zukunft umgesetzt werden können. Er kritisierte die grassierende Bauwut, die weit über den Bedarf an Wohnungen hinausgehe. Hanspeter Trütsch kennt und liebt aber seinen Heimatkanton St.Gallen und würde sich Visionen wünschen. Beispielweise: «Der Kanton ist dank seiner Vielfalt und seinem kulturellen Reichtum eine Schweiz im Kleinen: bescheiden, selbstbewusst, eigenständig und dynamisch. Etwas mehr Mut - auch Mut zum Risiko - täte gut. Es muss gelingen, den Kanton auch national wieder präsenter zu positionieren.»

 

 

 

Mehr Mut für die Wirtschaftsregion